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BegriffeDie Einkommenssteuererklärung verständlich von A bis Z

Jedes Jahr taucht es wieder auf: das leidliche Thema der Steuererklärung. Viele Formulare, viele Regelungen – und leider viele wichtige Fachbegriffe, die unklar sind. Von Körperschaftssteuererklärung bis Werbungskosten: hier werden die wichtigsten Begriffe zur Steuererklärung erläutert.

Arten der Steuererklärung

Eine Steuererklärung ist eine schriftliche Erklärung gegenüber dem Finanzamt über die Einkommensverhältnisse und Ausgaben. Wichtig sind dabei immer Nachweise und Belege bzw. Quittungen. Aufgrund der Steuererklärung werden die zu zahlenden Steuern berechnet und mit dem automatisch gezahlten Betrag verglichen, woraus sich Erstattungen  oder Steuernachzahlungen  ergeben.

 

Im Allgemeinen gilt: je höher das zu versteuernde Einkommen, desto höher die zu zahlenden Steuern. Eine Steuererklärung ist bis zur Frist  des 31. Mai abzugeben. Steuern werden vom Gehalt, dem  Bruttoeinkommen, abgezogen. Sind sie bezahlt, verbleibt das  Nettoeinkommen.

Für verschiedene Gruppen gelten verschiedene Bezeichnungen für ein Prinzip. Privatpersonen geben eine Einkommenssteuererklärung ab. Diese dürfen Ehepaare gemeinsam anfertigen (“Zusammenveranlagung”, auch “Splitting”), was Vorteile hat. Eine Körperschaftsteuererklärung betrifft juristische Personen, also Genossenschaften oder Vereine (Ausnahmen bilden politische Parteien, gemeinnützige oder kirchliche Gruppen). Außerdem gibt es eine Umsatzsteuererklärung für Unternehmer und eine Gewerbesteuererklärung für Gewerbebetriebe.

Arbeitgeber müssen in der Lohnsteueranmeldung die gezahlten Löhne für die Lohnsteuer angeben. Das geschieht monatlich, Ausnahmen gelten bei einer Steuersumme unter 1.000 Euro (dann jährlich), oder zwischen 1.000 und 4.000 Euro (dann vierteljährlich).

Wichtige Fachbegriffe

Das Behördendeutsch der Finanzämter kann Privatpersonen ins Grübeln bringen. So haben Werbungskosten nichts mit Marketing zu tun: es sind Ausgaben, die zur Sicherung des Einkommens nötig waren. Dazu zählen zum Beispiel Büromaterialien oder Fahrtkosten, aber auch Bewerbungskosten. Wenn sie nicht angeben werden, wird ein Pauschbetrag (2014 zum Beispiel 1.000 Euro) von Einkommen abgezogen. Die Angabe lohnt sich, denn Werbungskosten senken die Steuersumme.

Ähnlich verhält es sich mit Sonderausgaben. Auch sie vermindern das Einkommen und auch sie werden zunächst pauschal abgezogen (36 Euro). Es sind zusätzliche Ausgaben, die nicht zur Sicherung des Einkommens beigetragen haben, zum Beispiel Altersvorsorge, Unterhaltszahlungen oder Schulgeld, und Spenden.

Außerdem wichtig ist der Abzug von außergewöhnlichen Belastungen. Das sind hohe, unvorhersehbare und außerplanmäßige Kosten, zum Beispiel durch Krankheit oder Todesfälle, die um den Geldbetrag der zumutbaren Belastung) verringert und dann vom Einkommen abgezogen werden.